Schülerinnen und Schüler der Bardoschule Fulda auf Spurensuche in Fulda und Polen

Bereits zum vierten Mal findet an der Bardoschule das Projekt „Fulda – Auschwitz“ unter der Leitung der Deutsch- und Geschichtslehrerin Anja Listmann statt. Interessierte Jugendliche der Klassenstufen 9 und 10 der Haupt- und Realschule können alljährlich an diesem Projekt teilnehmen.

 

Im ersten Halbjahr bereiten sich die Schüler auf die Fahrt vor und beschäftigen sich inhaltlich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde Fuldas. Ausgrenzung, Flucht ins Ausland, Schließung jüdischer Geschäfte, Pogromnacht und Inhaftierung im Konzentrationslager Buchenwald und die systematische Ermordung der Fuldaer sind Projektbestandteile.

 

Die Projektgruppe begab sich auf die Suche nach Spuren dieses vergangenen jüdischen Lebens ihrer Heimatstadt und nach den Geschichten der hier einst Lebenden. Die Auswirkungen der zerstörerischen Politik des Dritten Reiches wurden so für die Jugendlichen konkret sichtbar: Der alte jüdische Friedhof am Jerusalemplatz oder der Standort der ehemaligen Synagoge, heute ein Parkplatz.

 

Vom 19. bis 24. Februar reiste die Projektgruppe in Begleitung von Ethan Bensinger aus Chicago nach Oswiecim. Seine Mutter stammt aus Fulda, seine Großeltern sind auf dem neuen jüdischen Friedhof bestattet und mehrere Familienmitglieder wurden Opfer der Nationalsozialisten, so auch Hugo Sichel aus Fulda, der im Oktober 1944 in Auschwitz Birkenau ermordet wurde.

 

Vor Ort stand die intensive Begegnung mit dem Stammlager Auschwitz und dem Vernichtungslager Auschwitz Birkenau im Fokus. Für Elena (15) waren die Emotionen an den Ascheseen am intensivsten.
Zudem recherchierten die Jugendlichen im Archiv der Gedenkstätte, besuchten Oswiecim und seine Synagoge und in Krakau waren das ehemalige Ghetto und das Schindlermuseum Programmpunkte.
Gemeinsam mit Ethan Bensinger, der ein jüdisches Gebet am Todesort seines Onkels sprach, wurde am letzten Projekttag der Fuldaer gedacht und die Schüler legten Steine in Erinnerung an die Opfer nieder.

 

„Die Ernsthaftigkeit und Empathie, mit der sich die 14-17-jährigen der Thematik widmen ist beeindruckend“, so Anja Listmann über die Reaktionen der allesamt freiwillig am Projekt Teilnehmenden. Samuel (16) ergänzt: „Der Kurs ist wertvoll für alle Beteiligten.“

Gefördert wurde der Aufenthalt in der Gedenkstätte durch das Jugendbildungswerk der Stadt Fulda, die Bethe-Stiftung und die Hessische Landeszentrale für Politische Bildung.

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